2019 Mozart

Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart

Leider müssen die für Ende März geplanten Konzerte auf unbestimmte Zeit verschoben werden.

Die Kompositionsgeschichte von Mozarts Requiem ist typisch für die Ereignisse in Mozarts von den Höhen eines erstaunlich begabten Maestros und den Tiefen finanziellen Unglücks bestimmtem Leben. So lässt sich denn Mozarts Arbeit am Requiem im Auftrag eines „Geisterboten“ bestens interpretieren als dämonisches und fieberhaftes Verlangen, das Requiem in dem Bewusstsein des eigenen nahenden Todes fertigzustellen.

Die Wirklichkeit war weit weniger romantisch, Mozart starb vor Vollendung seines Werkes, seine Witwe Constanze war aber, wie man heute sagen würde, aus ‚vermarktungstechnischen‘ Gründen sehr interessiert an einer kompletten Endfassung. Von Franz Süßmayer (1766-1803), der vorgab, mit Mozart „sehr oft“ über die Ausarbeitung und Instrumentierung des Werkes gesprochen zu haben, stammt die erste und somit die gängigste.

Der KonzertChor wird in einer eigenen Veranstaltung hierzu die Hintergründe darstellen. In jüngster Zeit sind zahlreiche neue Bearbeitungsversionen von Mozarts Requiem erschienen. Die vom KonzertChor gewählte 1984 von dem Briten Duncan Druce (1939 – 2015) komponierte Version besticht durch den sensiblen Umgang mit dem vorhandenen Material. Druce selbst erkennt in der Existenz zahlreicher Endfassungsversionen die Einzigartigkeit des Mozartschen Meisterwerks.