2018 Händel

Plakat-Haendel

Ouvertüre in B-Dur

Laudate Pueri

Coronation Anthems (Krönungshymnen)

Unter anderem mit seiner eher selten aufgeführten frühen Vertonung des 112. Psalms, Laudate pueri Dominum, profilierte sich der junge Händel bei seinem Aufenthalt in Italien (1706 – 1710) als brillanter Komponist. Virtuose Sopranarien wechseln sich mit temperamentvollen Chorpassagen ab und treten in einen lebhaften Dialog miteinander.

Die auf Wunsch des zukünftigen Königs George II anlässlich seiner Krönung in der Westminster Abbey 1727 komponierten grandiosen Coronation Anthems schlugen ein wie eine Bombe und haben bis heute nichts an ihrer Beliebtheit verloren. Ein Teil sind Fußballfreunden bestens bekannt, hat man sich doch bei der Erkennungsmusik der Champions League bei einer der Hymnen, „Zadok the Priest“, bestens bedient.

„Händel hat bey der jüngsten Krönung in London einen Chor von mehr als hundert ausgesuchten Personen dirigiert. Das hat Art!“, notierte der Komponist Johann Mattheson, ein Jugendfreund Händels, wobei er wohl ein bisschen übertrieben hat. Aber 50 Sänger und 90 bis 160 Instrumentalisten werden es wohl gewesen sein bei der Uraufführung, und diese neue Größenordnung trug wohl maßgeblich zur überwältigenden Wirkung von Händels Musik bei. Während die Instrumentalistenzahl bei der Butzbacher Aufführung nicht zu erreichen sein wird, überbietet der KonzertChor mit ungefähr 60 Sängerinnen und Sängern bereits jetzt deren Anzahl bei der Uraufführung der Krönungshymnen und schafft damit die besten Voraussetzungen für eine dem Komponisten würdige Aufführung seiner Werke.

Das Konzert findet am 09. Juni in der Markuskirche in Butzbach statt.